
Warum 2026 zwar das Jahr der AI Agencies wird, das aber wenig über die Zukunft aussagt.
Video killed the Radio Star.
Nicht, weil Video besser war. Sondern, weil es das neue Ordnungssystem der Aufmerksamkeit stellte. Nicht das bessere Medium setzt sich durch. Sondern jenes, das bestimmt, wie Aufmerksamkeit organisiert, verteilt und monetarisiert wird. Radio war nicht schlechter als Fernsehen. Es war nur nicht mehr der Ort, an dem Reichweite, Budgets und kulturelle Relevanz zusammenliefen.
Genau diese Dynamik lässt sich Anfang 2026 beobachten –konkret und sichtbar auf der CES in Las Vegas,.
CES 2026: Der Moment, in dem große Agentur-Netzwerke ihren Kontrollanspruch formulieren
Die CES war lange keine klassische Agentur-Bühne. Sondern ein Ort für Technologie, Infrastruktur, neue Geräte und neue Plattformlogiken. Dass dort nun alle großen Holding-Gruppen – WPP, Havas, Stagwell, Omnicom – ihre AI-Plattformen präsentiert haben, ist ein bewusst gesetztes Signal.
Agentic AI.
Operating Layers.
Verified Agents.
Human-Led AI.
Verhandelt wurde weniger Kreativität als der Wunsch nach Kontrolle: über Prozesse, Daten und Standards. Die Botschaft war klar: Große Agenturnetzwerke wollen sich nicht über Menschen und Mandate definieren, sondern über Systeme, die Wertschöpfung strukturieren.
Die CES 2026 wurde damit zum Schaufenster eines neuen Selbstverständnisses: weniger Agentur, mehr Infrastruktur.
Was dort tatsächlich entsteht
Jenseits der Buzzwords ist das Muster eindeutig.
Holding-Strukturen versuchen, ihr implizites Wissen zu externalisieren und in Software zu überführen.
Nicht mehr nur Erfahrung in Köpfen, sondern Entscheidungslogiken in Agenten.
Nicht mehr nur Prozesse, sondern Orchestrierung.
Nicht mehr nur Beratung, sondern steuernde Systeme.
Das ist rational. Und es ist defensiv.
Denn diese Plattformen entstehen vor allem als Antwort auf interne Probleme: zu viel Komplexität, zu viele Tools, zu viele Silos, zu wenig Transparenz. Sie sind in erster Linie Organisationslösungen.
Und genau hier beginnt die eigentliche Bruchlinie. Während Agenturholdings Systeme bauen, verändert sich der Markt in eine andere Richtung.
Marken kämpfen weniger mit fehlender Technologie als mit fehlender Klarheit.
Zu viele Kanäle.
Zu viele Möglichkeiten.
Zu viele generische Outputs.
AI verschärft dieses Problem. Sie produziert schneller, günstiger, variantenreicher, aber sie nimmt Marken keine Entscheidungen ab. Im Gegenteil: Sie erhöht sogar den Entscheidungsdruck.
Die Marketing-Trends für 2026 zeigen ein klares Spannungsfeld: maximale technologische Effizienz auf der einen Seite, steigendes Bedürfnis nach Orientierung, Relevanz und Glaubwürdigkeit auf der anderen. Micro-Communities, klare Haltungen, konsistente Narrative gewinnen an Bedeutung: nicht trotz AI, sondern wegen ihr.
Und genau hier geraten große Plattform-Logiken an ihre Grenzen.
Denn Systeme standardisieren.
Relevanz differenziert.
Kundensicht: Warum Marken genau das brauchen
Aus Markensicht ist 2026 kein Technologieproblem, sondern ein Entscheidungsproblem.
Die meisten Unternehmen haben heute mehr Tools, Daten und Möglichkeiten, als sie sinnvoll nutzen können. AI verstärkt das. Sie macht alles schneller, billiger, skalierbarer, aber sie nimmt Marken keine Verantwortung ab.
Was fehlt, ist nicht die nächste Plattform.
Was fehlt, ist Orientierung.
Welche Geschichten zahlen auf die Marke ein?
Welche Kanäle und Zielgruppen sind wirklich relevant?
Wo lohnt es sich, bewusst nicht zu optimieren?
Plattformen liefern selten Antworten. Sie managen Komplexität, statt sie zu reduzieren. Das führt zu mehr Output, mehr Reporting, mehr Optionen, aber nicht zu mehr Klarheit.
Deshalb werden fokussierte, unabhängige Agenturen relevanter. Nicht, weil sie weniger Technologie einsetzen.
Sondern, weil sie Technologie in Entscheidungen übersetzen.
Marken brauchen 2026 Partner, die sagen können:
In unserer Welt, in der nahezu alles möglich ist, wird Begrenzung zur eigentlichen Leistung. Nicht Effizienz ist der Engpass, sondern Richtung.
Warum 2026 das Jahr für Indie-Agenturen wird
Indie-Agenturen starten aus einer anderen Position. Sie müssen keine globalen Organisationen stabilisieren, keine internen Kompromisse absichern, keine Plattformen bauen, um sich selbst zu erklären.
Das verschafft ihnen drei strukturelle Vorteile.
Independent Agenturen nutzen AI nicht zur Kontrolle von Organisationen, sondern um Entscheidungen zu beschleunigen, Relevanz zu schärfen und Komplexität für Kunden zu reduzieren.
Das ist kein romantischer Gegenentwurf. Es ist ein ökonomischer Vorteil.
AI kills the Agency Star, aber nicht die Agency.
AI tötet nicht die Agentur. Sie tötet das alte Bild davon, wie Agenturwert entsteht.
Der klassische Agency-Star –das Hero-Narrativ der genialen Einzelperson oder Teams – verliert an Bedeutung, weil Systeme Output reproduzierbar und skalierbar machen.
HoldCos reagieren darauf mit Plattformen.
Indies mit Zuspitzung.
Beides ist legitim, aber nicht gleich wirksam.
Das Jahr 2026 wird vermutlich als das Jahr der AI Agencies gelten.
Plattform-Launches, AI-Neugründungen, CES-Narrative, große Versprechen.
Doch die eigentliche Entscheidung fällt danach. Nicht zwischen Mensch und Maschine.
Sondern zwischen Komplexität und Klarheit. Zwischen Systemen, die Ordnung nach innen schaffen,
und Agenturen, die Orientierung nach außen liefern.
Vielleicht killt AI den Agency-Star, aber sie macht gleichzeitig Raum für etwas anderes: Agenturen, die nicht durch Größe oder Technologie relevant sind, sondern durch Fokus, Haltung und Wirkung.
Kennst du schon unsere Thesen 2026 und die Prognose 2030? Hier gibt es die mmcc communication trends 2026 auch als Download. Lade sie gerne runter und teile sie. Wir freuen uns über Meinung, Kritik und Feedback.
WPP (2026): CES Las Vegas 2026 – Vorstellung von WPP Open und Agent Hub als agentic AI layer für Strategie, Kreation und Media. WPP Group Press & Investor Communications, Januar 2026. Havas Group (2026): CES Las Vegas 2026 – Launch von AVA (AI Virtual Assistant) als zentralem, governance-fähigem LLM-Zugang für Agentur- und Kundenarbeit. Havas Group Press Release & CES Briefings, Januar 2026. Stagwell (2026): CES Las Vegas 2026 – Präsentation von The Machine als agentic Operating Layer über bestehende Tool-Stacks (u. a. Kreation, Kollaboration, Media). Stagwell Group Announcements & CEO Statements, Januar 2026. Omnicom Group (2026): CES Las Vegas 2026 – Weiterentwicklung von Omni zu einem AI-getriebenen Operating System für Marketing, Media und Messung. Omnicom CES Briefings, Januar 2026. Forrester Research (2025–2026): Analysen zu Agentic AI, AI-Governance und dem Übergang von Tool-Nutzung zu integrierten Operating Models in Marketing und Agenturen. Forrester Reports & Analyst Briefings. Gartner (2025–2026): Studien zu generativer KI, Agenten-Architekturen, Organisationswirkungen und Governance-Anforderungen in Marketing- und Kreativorganisationen. Gartner Research & Forecasts. Deloitte Digital / Accenture Song (2025–2026): Marketing- und Experience-Trends: steigende AI-Automatisierung bei gleichzeitig wachsender Bedeutung von Klarheit, Markenhaltung und Relevanz. Global Marketing & Experience Trend Reports. Quad (2025): Marketing Trends & Predictions 2026 – Fokus auf Authentizität, Micro Communities, kulturelle Anschlussfähigkeit und Ermüdung gegenüber generischem AI-Output. Medien- und Branchendiskurs (2024–2026): Debatte um „AI Slop“, Content-Inflation und Austauschbarkeit durch generative KI, u. a. in internationalen Medien, Creator Economy-Reports und Plattformanalysen. Eigene Analyse der Autorin: Basierend auf laufender Beratungs- und Projektarbeit mit Marken, Agenturen und Plattformen in den Bereichen Marketing-Transformation, Content-Systeme, AI-Governance und Organisationsmodelle.

Trends 2026
Warum 2026 zwar das Jahr der AI Agencies wird, das aber wenig über die Zukunft aussagt.
Video killed the Radio Star.
Nicht, weil Video besser war. Sondern, weil es das neue Ordnungssystem der Aufmerksamkeit stellte. Nicht das bessere Medium setzt sich durch. Sondern jenes, das bestimmt, wie Aufmerksamkeit organisiert, verteilt und monetarisiert wird. Radio war nicht schlechter als Fernsehen. Es war nur nicht mehr der Ort, an dem Reichweite, Budgets und kulturelle Relevanz zusammenliefen.
Genau diese Dynamik lässt sich Anfang 2026 beobachten –konkret und sichtbar auf der CES in Las Vegas,.
CES 2026: Der Moment, in dem große Agentur-Netzwerke ihren Kontrollanspruch formulieren
Die CES war lange keine klassische Agentur-Bühne. Sondern ein Ort für Technologie, Infrastruktur, neue Geräte und neue Plattformlogiken. Dass dort nun alle großen Holding-Gruppen – WPP, Havas, Stagwell, Omnicom – ihre AI-Plattformen präsentiert haben, ist ein bewusst gesetztes Signal.
Agentic AI.
Operating Layers.
Verified Agents.
Human-Led AI.
Verhandelt wurde weniger Kreativität als der Wunsch nach Kontrolle: über Prozesse, Daten und Standards. Die Botschaft war klar: Große Agenturnetzwerke wollen sich nicht über Menschen und Mandate definieren, sondern über Systeme, die Wertschöpfung strukturieren.
Die CES 2026 wurde damit zum Schaufenster eines neuen Selbstverständnisses: weniger Agentur, mehr Infrastruktur.
Was dort tatsächlich entsteht
Jenseits der Buzzwords ist das Muster eindeutig.
Holding-Strukturen versuchen, ihr implizites Wissen zu externalisieren und in Software zu überführen.
Nicht mehr nur Erfahrung in Köpfen, sondern Entscheidungslogiken in Agenten.
Nicht mehr nur Prozesse, sondern Orchestrierung.
Nicht mehr nur Beratung, sondern steuernde Systeme.
Das ist rational. Und es ist defensiv.
Denn diese Plattformen entstehen vor allem als Antwort auf interne Probleme: zu viel Komplexität, zu viele Tools, zu viele Silos, zu wenig Transparenz. Sie sind in erster Linie Organisationslösungen.
Und genau hier beginnt die eigentliche Bruchlinie. Während Agenturholdings Systeme bauen, verändert sich der Markt in eine andere Richtung.
Marken kämpfen weniger mit fehlender Technologie als mit fehlender Klarheit.
Zu viele Kanäle.
Zu viele Möglichkeiten.
Zu viele generische Outputs.
AI verschärft dieses Problem. Sie produziert schneller, günstiger, variantenreicher, aber sie nimmt Marken keine Entscheidungen ab. Im Gegenteil: Sie erhöht sogar den Entscheidungsdruck.
Die Marketing-Trends für 2026 zeigen ein klares Spannungsfeld: maximale technologische Effizienz auf der einen Seite, steigendes Bedürfnis nach Orientierung, Relevanz und Glaubwürdigkeit auf der anderen. Micro-Communities, klare Haltungen, konsistente Narrative gewinnen an Bedeutung: nicht trotz AI, sondern wegen ihr.
Und genau hier geraten große Plattform-Logiken an ihre Grenzen.
Denn Systeme standardisieren.
Relevanz differenziert.
Kundensicht: Warum Marken genau das brauchen
Aus Markensicht ist 2026 kein Technologieproblem, sondern ein Entscheidungsproblem.
Die meisten Unternehmen haben heute mehr Tools, Daten und Möglichkeiten, als sie sinnvoll nutzen können. AI verstärkt das. Sie macht alles schneller, billiger, skalierbarer, aber sie nimmt Marken keine Verantwortung ab.
Was fehlt, ist nicht die nächste Plattform.
Was fehlt, ist Orientierung.
Welche Geschichten zahlen auf die Marke ein?
Welche Kanäle und Zielgruppen sind wirklich relevant?
Wo lohnt es sich, bewusst nicht zu optimieren?
Plattformen liefern selten Antworten. Sie managen Komplexität, statt sie zu reduzieren. Das führt zu mehr Output, mehr Reporting, mehr Optionen, aber nicht zu mehr Klarheit.
Deshalb werden fokussierte, unabhängige Agenturen relevanter. Nicht, weil sie weniger Technologie einsetzen.
Sondern, weil sie Technologie in Entscheidungen übersetzen.
Marken brauchen 2026 Partner, die sagen können:
In unserer Welt, in der nahezu alles möglich ist, wird Begrenzung zur eigentlichen Leistung. Nicht Effizienz ist der Engpass, sondern Richtung.
Warum 2026 das Jahr für Indie-Agenturen wird
Indie-Agenturen starten aus einer anderen Position. Sie müssen keine globalen Organisationen stabilisieren, keine internen Kompromisse absichern, keine Plattformen bauen, um sich selbst zu erklären.
Das verschafft ihnen drei strukturelle Vorteile.
Independent Agenturen nutzen AI nicht zur Kontrolle von Organisationen, sondern um Entscheidungen zu beschleunigen, Relevanz zu schärfen und Komplexität für Kunden zu reduzieren.
Das ist kein romantischer Gegenentwurf. Es ist ein ökonomischer Vorteil.
AI kills the Agency Star, aber nicht die Agency.
AI tötet nicht die Agentur. Sie tötet das alte Bild davon, wie Agenturwert entsteht.
Der klassische Agency-Star –das Hero-Narrativ der genialen Einzelperson oder Teams – verliert an Bedeutung, weil Systeme Output reproduzierbar und skalierbar machen.
HoldCos reagieren darauf mit Plattformen.
Indies mit Zuspitzung.
Beides ist legitim, aber nicht gleich wirksam.
Das Jahr 2026 wird vermutlich als das Jahr der AI Agencies gelten.
Plattform-Launches, AI-Neugründungen, CES-Narrative, große Versprechen.
Doch die eigentliche Entscheidung fällt danach. Nicht zwischen Mensch und Maschine.
Sondern zwischen Komplexität und Klarheit. Zwischen Systemen, die Ordnung nach innen schaffen,
und Agenturen, die Orientierung nach außen liefern.
Vielleicht killt AI den Agency-Star, aber sie macht gleichzeitig Raum für etwas anderes: Agenturen, die nicht durch Größe oder Technologie relevant sind, sondern durch Fokus, Haltung und Wirkung.
Kennst du schon unsere Thesen 2026 und die Prognose 2030? Hier gibt es die mmcc communication trends 2026 auch als Download. Lade sie gerne runter und teile sie. Wir freuen uns über Meinung, Kritik und Feedback.
WPP (2026): CES Las Vegas 2026 – Vorstellung von WPP Open und Agent Hub als agentic AI layer für Strategie, Kreation und Media. WPP Group Press & Investor Communications, Januar 2026. Havas Group (2026): CES Las Vegas 2026 – Launch von AVA (AI Virtual Assistant) als zentralem, governance-fähigem LLM-Zugang für Agentur- und Kundenarbeit. Havas Group Press Release & CES Briefings, Januar 2026. Stagwell (2026): CES Las Vegas 2026 – Präsentation von The Machine als agentic Operating Layer über bestehende Tool-Stacks (u. a. Kreation, Kollaboration, Media). Stagwell Group Announcements & CEO Statements, Januar 2026. Omnicom Group (2026): CES Las Vegas 2026 – Weiterentwicklung von Omni zu einem AI-getriebenen Operating System für Marketing, Media und Messung. Omnicom CES Briefings, Januar 2026. Forrester Research (2025–2026): Analysen zu Agentic AI, AI-Governance und dem Übergang von Tool-Nutzung zu integrierten Operating Models in Marketing und Agenturen. Forrester Reports & Analyst Briefings. Gartner (2025–2026): Studien zu generativer KI, Agenten-Architekturen, Organisationswirkungen und Governance-Anforderungen in Marketing- und Kreativorganisationen. Gartner Research & Forecasts. Deloitte Digital / Accenture Song (2025–2026): Marketing- und Experience-Trends: steigende AI-Automatisierung bei gleichzeitig wachsender Bedeutung von Klarheit, Markenhaltung und Relevanz. Global Marketing & Experience Trend Reports. Quad (2025): Marketing Trends & Predictions 2026 – Fokus auf Authentizität, Micro Communities, kulturelle Anschlussfähigkeit und Ermüdung gegenüber generischem AI-Output. Medien- und Branchendiskurs (2024–2026): Debatte um „AI Slop“, Content-Inflation und Austauschbarkeit durch generative KI, u. a. in internationalen Medien, Creator Economy-Reports und Plattformanalysen. Eigene Analyse der Autorin: Basierend auf laufender Beratungs- und Projektarbeit mit Marken, Agenturen und Plattformen in den Bereichen Marketing-Transformation, Content-Systeme, AI-Governance und Organisationsmodelle.

Kommunikation verändert sich schneller denn je. Mit dem Communication Trend Report 2026 richten wir den Blick nach vorn: Wir werfen einen Blick auf globale Studien, aktuelle Marktdaten sowie kulturelle und technologische Entwicklungen. Aus diesen Beobachtungen entsteht unser strategischer Kompass – ein Wegweiser für uns und unsere Kunden, um die Geschichten von morgen schon heute zu erzählen.